Hubert Schleichert: Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren.

Anleitung zum subversiven Denken.

München 1997. C.H.Beck; 200 Seiten, kart. DM 29,80, ISBN 3-406-41989-5

Wer hat noch nicht erlebt, daß kontroverse Diskussionen gelegentlich stecken bleiben? Von der Bindung katholischer Gläubiger an ihre Kirche kann man unverhofft bei verschiedenen Trinitätsdogmen landen; von der physikalischen Altersbestimmung des Turiner "Grab"tuches ist es nur ein kurzer Schritt zu diffizilen Radiokarbonmethode; aus dem Inquisitionsprozeß wird überraschend eine Kritik der Galilei'schen Gezeitentheorie. Man hat sich verrannt. Der Wille zum Rechthaben führte mit hohem Aufwand zu einem miserablen Ergebnis. Die Partie endetet, bestenfalls mit Patt. Das Interesse der Zuhörer ist erloschen.

Buchbesprechung: Denn sie wissen nicht, was sie glauben

Franz Buggle: Denn sie wissen nicht, was sie glauben. Oder warum man redlicherweise nicht mehr Christ sein kann.

Aus: MIZ 4/92

Rowohlt Verlag, Reinbek 1992, 480 Seiten, DM 48,-

Aus der mittlerweile doch recht beachtlichen Fülle literarischer Streitschriften gegen Religion und Kirche, die der Buchmarkt alljährlich hervortreibt, exponiert sich in diesem Jahr besonders eine Publikation aus dem Rowohlt Verlag, die durch drei bemerkenswerte Umstände gekennzeichnet ist.