Science Slam in Frankfurt am Main

Café 1 in der FH Frankfurt/Main
Nibelungenplatz 1

Veranstaltungsbericht: Herzrasen gewinnt Herzschlagfinale

Der Science Slam: Die etwas andere Art der Wissensvermittlung

Im Café 1 der FH Frankfurt/Main treten am 17. Oktober um 20 Uhr sechs Wissenschaftler_innen gegeneinander an. Wem wird es gelingen, die eigene Forschung in einem kurzen, verständlichen, aber vor allem auch unterhaltsamen Vortrag vorzustellen? Was in Deutschland lange Zeit verpönt war, Wissenschaft spannend, gar mit Humor vorzutragen, wird nun endlich gesellschaftsfähig. Denn zu oft fiel uns in ermüdenden Vorlesungen und Seminaren der Kopf auf den Tisch...

7 Wissenschaftler_innen – eine Biologin, ein Physiker, ein forensischer Genetiker, ein Medienwissenschaftler, ein Sozial- und Rechtspsychologe, ein Chemiker und eine Pharmazeutin – werden gegeneinander antreten.

Hier entscheidet das Publikum, bewertet die Vorträge und wählt so den Sieger oder die Siegerin des Abends.

Veranstaltet vom IBKA

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"Give Peace A Chance" - 3

Bericht vom dritten Tag der International Atheist Convention, 24. Mai 2015

von Carlos Zydorek und Jan Hedrich

Der dritte und letzte Tag der Convention begann mit einem Beitrag über die bayrische Feiertagsgesetzgebung, unter anderem gefolgt von Referaten zum Dschihad in Afrika sowie einem Vergleich der "gottlosen" Verfassung der USA mit der tatsächlichen Verquickung von Staat und Religion und der daraus resultierenden Tätigkeit der "Freedom From Religion Foundation" (FFRF).

Assunta Tammelleo

Assunta Tammelleo

Auf die besondere Feiertagsgesetzgebung in deutschen Bundesländern und im Speziellen in Bayern machte Assunta Tammelleo vom "Bund für Geistesfreiheit" (bfg) München aufmerksam.

Zunächst stellte sie dar, dass an den sogenannten stillen Feiertagen, wie beispielsweise an Karfreitag, öffentliche Tanzveranstaltungen gesetzlich verboten seien, selbst wenn sie in geschlossenen Räumen stattfänden und alle üblichen Lärmauflagen einhielten. Um gegen diese den Anders- und Nichtgläubigen gegenüber intoleranten Vorschriften vorzugehen, habe sich der bfg 2007 entschlossen, an Karfreitag eine "Religionsfreie Zone" einzurichten, um ein Bußgeldverfahren zu provozieren. Dies sei die notwendige Voraussetzung, um als betroffene Organisation gegen die Feiertagsgesetzgebung zu klagen. Eine besondere Herausforderung sei gewesen, angesichts hunderter anderer illegaler Feiern auf sich aufmerksam zu machen. Dank der Empörung der katholischen Kirche (die Religionsfreie Zone käme einer "Aufforderung zum Rammeln" gleich) sei es gelungen, die Höchststrafe von 10.000 Euro bei Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften angedroht zu bekommen. Und tatsächlich folgte ein Bußgeldbescheid von 300 Euro. Damit habe sich der bfg durch die Instanzen bis zum Bundesverfassungsgericht geklagt, wo die Feststellungsklage bereits seit 2010 aus unerfindlichen Gründen ruhe.

Tammeleo gab abschließend zu bedenken, dass auch angesichts der zahlreichen übrigen Tage im Jahr, an denen kein Tanzverbot bestehe, solche religiös motivierten Vorschriften einen Weg für Forderungen anderer Religionsgemeinschaften vorzeichneten, ihrerseits eigene Feiertage gesetzlich schützen zu lassen. In Bayern gebe es sogar immer wieder Versuche, die restriktive Gesetzgebung noch weiter auszubauen.

"Give Peace A Chance" - 2

Tagungsbericht vom zweiten Tag der International Atheist Convention, 23. Mai 2015

von Carlos Zydorek und Jan Hedrich

Auch wenn der zweite Tag der Internationalen Atheistischen Convention "Give Peace A Chance" mit dem ersten Vortrag bereits um 9:15 Uhr begann, konnten sich die Veranstalter über einen gut gefüllten Theatersaal freuen. Neben Rolf Bergmeier, Carsten Frerk und Michael Schmidt-Salomon standen Claude Singer aus Frankreich, Morgan Elizabeth Romano aus der Türkei sowie Maryam Namazie aus dem Iran auf dem Programm.

Claude Singer

Claude Singer

Ob das Leitthema der Tagung "Give Peace A Chance" auch das Recht auf Befehlsverweigerung beinhalte, beleuchtete Claude Singer von der französischen Freidenkervereinigung "Fédération Nationale de la Libre Pensée", indem er das Schicksal der exekutierten Soldaten auf französischer Seite im ersten Weltkrieg aufzeigte.

Demnach seien im Verlauf des Krieges unzählige Deserteure "im Morgengrauen" zur Abschreckung erschossen worden. Diese Soldaten, die sich weigerten, sich am Horror des Krieges zu beteiligen und auf die Felder des Todes zurückzukehren, seien nie nachträglich begnadigt worden. Für eine kollektive Rehabilitation setzten sich die französischen Freidenker bereits seit den 80er Jahren ein. Ihre Forderung trügen sie mittlerweile jährlich am Volkstrauertag nach außen, um den vielen Opfern und ihren Hinterbliebenen zu gedenken. Dabei stießen sich bis heute oftmals auf großen Widerstand der offiziellen Stellen.

Warum ihre Kampagne der kollektiven Begnadigung eine logische Folge der freidenkerischen Aktivität sei, fasste Singer zum Schluss seines Vortrags zusammen. Denn Freidenker stünden für die absolute Gewissensfreiheit. Dies schließe das Recht eines jeden Menschen ein, "nein" zu sagen und sich gegen das Tragen einer Waffe zu entscheiden, sich nicht am Mord seiner Brüder zu beteiligen. Krieg bringe niemals einen Nutzen für die Menschheit, sondern nur für die wenigen Kriegstreibenden und ihre Machtgier und finanziellen Interessen. Daher hätten diese Machthaber Angst vor der Begnadigung, denn dies könnte einen Präzedenzfall schaffen für andere, dieser Möglichkeit zur Befehlsverweigerung zu folgen.

5 Jahre IBKA-Landesverband Niedersachsen-Bremen

Ein kleines Jubiläum im Mai 2015

Ingeborg Wirries

Die Einladung zur diesjährigen Mitgliederversammlung hatte einen besonderen Programmpunkt zu bieten: Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten e.V. (IBKA) hat hier in Niedersachsen-Bremen einen Landesverband, der inzwischen seit fünf Jahren besteht – ein kleines Jubiläum!

Anders gesagt: Die Konfessionslosen und Atheisten in Niedersachsen und Bremen haben seit fünf Jahren beim IBKA einen Anknüpfungspunkt, einen Ansprechpartner.

Aus diesem Anlass hat der Vorstand seine Mitglieder am 9. Mai diesmal nach Lehrte eingeladen.

Sommerfest 2015 des IBKA NRW

Samstag, 6. Juni 2015
15:00 Uhr - 22:00 Uhr
Bootshaus des Kanuvereins FS 1898
An den Bootshäusern 3
44147 Dortmund

Zum achten Mal in Folge lädt der IBKA in NRW zu seinem Sommerfest ein. Neben zwei spannenden Referaten gibt es Gelegenheit zur Unterhaltung wie zum Stöbern am Info- und Büchertisch. Alle Interessierten sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Wie immer werden die Betreiber des Bootshauses – gegen Anmeldung bei Jörg Schnückel – für ein reichhaltiges Buffet vom Grill sorgen.

Anmeldungen - auch zum Buffet - bitte an: joerg.schnueckel@ibka.org

"Give Peace A Chance" - 1

Tagungsbericht vom ersten Tag der International Atheist Convention, 22. Mai 2015

von Carlos Zydorek und Jan Hedrich
René Hartmann

René Hartmann

Die internationale atheistische Tagung unter dem Motto "Give Peace a Chance" wurde eröffnet von René Hartmann, dem 1. Vorsitzenden des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA). Hartmann trug zunächst ein Grußwort von Landessprecher Ralf Michalowsky der Partei Die Linke in Nordrhein-Westfalen vor. Dieser kritisierte die Privilegierung der Religionsgemeinschaften und ihren unverhältnismäßig großen politischen Einfluss angesichts einer kontinuierlich schwindenden Rolle von Religion in der Gesellschaft. Michalowsky plädierte in seinem Grußwort für eine geschlossene Bewegung von Menschen, die die Religionen auf politischer Ebene in die Schranken weisen und wünschte der Tagung viel Erfolg.

Greg Graffin erhält IBKA-Preis "Sapio"

Pressemitteilung vom 20. Mai 2015

(Overath) Alle zwei Jahre verleiht der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) seinen Preis "Sapio" an Personen oder Organisationen die sich in herausragender Weise um Weltanschauungsfreiheit, Selbstbestimmung sowie Förderung des vernunftgeleiteten Denkens verdient gemacht haben.

"Im Rahmen eines Festaktes wird am Samstag, 23. Mai 2015 der Evolutionsforscher und Sänger der Punk-Band "Bad Religion" Greg Graffin mit dem "Sapio" ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet im Kölner Comedia-Theater statt", sagt Rainer Ponitka, Sprecher des IBKA.

Die Preisverleihung wird umrahmt von der International Atheist Convention "Give Peace A Chance - Säkularisierung und globale Konflikte" vom 22. Mai bis zum 24. Mai mit über 15 Referenten aus acht Staaten. Sie diskutieren, dass tatsächlicher Friede nur in säkularen Staatsordnungen mit säkularen Regierungen möglich ist.

Weitere Information zur Verleihung des IBKA-Preises an Greg Graffin sowie zur International Atheist Convention gibt es auf der Website des IBKA (www.ibka.org)

Atheistische Convention startet am Freitag in Köln

Pressemitteilung vom 20. Mai 2015

(Overath) "Give Peace A Chance - Säkularisierung und globale Konflikte" lautet der Titel der internationalen atheistischen Convention vom 22. bis zum 24. Mai im Kölner Comedia-Theater.

"Über 15 Referenten aus acht Staaten werden diskutieren, dass tatsächlicher Friede nur in säkularen Staatsordnungen mit säkularen Regierungen möglich ist", sagt Rainer Ponitka, Sprecher des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA).

"Religion wirkt beim Ausbruch von gewalttätigen Konflikten und Kriegen wie Öl im Feuer. Aus säkularer Sicht kann dies durch eine säkularen Gesellschaft verhindert werden, in der Religion und Glaube rein private Angelegenheiten sind. Eine säkulare Gesellschaft ist frei von religiöser Bevormundung und in Konflikten geben nicht Waffen und Gewalt, sondern die besseren Argumente den Ausschlag."

Die Veranstaltung beginnt am Freitag um 15:00 Uhr im Kölner Comedia-Theater und geht bis Sonntag 13:30 Uhr. Die Convention umrahmt die Verleihung des IBKA-Preises "Sapio" an den Evolutionsbiologen und Sänger der Punk-Band "Bad Religion" Greg Graffin. Der Tagungsplan ist auf der Website des IBKA (www.ibka.org) veröffentlicht. An der Tageskasse sind noch Karten für alle Veranstaltungen erhältlich.

2. IBKA-Aktion 2015 am 1. Mai in Hannover

Ingeborg Wirries

Unsere "2. IBKA-Aktion 2015" fand wiederum in Hannover statt, am Freitag, 1. Mai 2015. Die Veranstaltungen zum "Tag der Arbeit" wurden hier wiederum vom Deutschen Gewerkschaftsbund/DGB Region Niedersachsen-Mitte organisiert und fanden nun zum zweiten Mal am Neuen Rathaus statt. Unser Schwerpunktthema für diesen Tag war natürlich wiederum das unsägliche kirchliche Arbeitsrecht: "Keine religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz!"

Von 9.00 bis 16.00 waren wir mit unserem Infostand präsent, betreut von durchgängig sechs IBKA-Aktiven, bei freundlichem Wetter.

Unsere Stand-Nachbarn waren auf der einen Seite die DKP und auf der anderen Seite die Katholische Jugend. Von den ersteren blieben wir quasi unbemerkt.

Aber die Katholischen nahmen mehrfach Kontakt zu uns auf, mit Hilfe der Einladung zu einem kostenlosen Kaffee. Es war ihnen erkennbar wichtig, uns zu überzeugen, wieviel "Gutes" die Kirchen mit ihren Krankenhäusern, Altenheimen, Kitas usw. tun. Unsere Hinweise, dass die Kirchen ihre Dienstleistungen den Nutzern und den (auch konfessionslosen) SteuerzahlerInnen genauso in Rechnung stellen wie dies nichtkirchliche Träger auch tun, dass der Eigenbeitrag der Kirchen hier regelmäßig unter 10% liegt, blieb von den Katholischen unerwidert. Auch dieser offensichtliche Widerspruch blieb unerwidert: Einerseits die blumige Rede von "Gutes tun" für die Menschen, andererseits den eigenen MitarbeiterInnen (die außerhalb des sog. "Verkündigungsauftrages" arbeiten) knallhart grundlegende Arbeitnehmerrechte, wie im Betriebsverfassungsgesetz festgelegt, vorenthalten.

Säkularismus fördern in Zeiten von ISIS

Maryam Namazie

Maryam Namazie

Samstag, 23. Mai 2015 - 17:50 Uhr

Der globale Anstieg der religiösen Rechten, auch, aber nicht nur, des Islamischen Staates (ISIS), und ihre Bemühungen politische Macht zu ergreifen und öffentliche Institutionen zu werden, haben die Rolle der organisierten Religion geprägt.
Dem gegenüberstehend wurde der Staat, sowie Säkularismus und die komplette Trennung von Staat und Kirche zu kritischen politischen und bürgerrechtlichen Themen.
Maryam Namazie wird über die dringende Notwendigkeit von Säkularismus, Blasphemie und Abtrünnigkeit in den Zeiten von ISIS sprechen.

Maryam Namazie ist die Sprecherin von Fitnah, One Law For All und ist im Vorstand der Ex-Muslime in Grossbritannien. Sie ist Redakteurin von „Fitnahs Unveiled“; auch ist sie Mitglied des Zentral Kommitées der Kommunistischen Arbeiterpartei des Iran. Weiterhin ist sie Ehrenmitglied der „National Secular Society“. Sie wurde ausgezeichnet mit dem „Journalist of the Year at the Dods Women in Public Life Awards“. Weiterhin erhielt sie 2005 den „Secularist of the Year Award“ der National Secular Society.
Sie ist die Produzentin und Mitmoderatorin des iranischen Satelliten-Fernsehprogrammes „Bread and Roses“. Die islamische iranische Regierung bezeichnet dieses Programm als „korrupt“ und „immoralisch“.