Konfessionslosenverband sieht in Treffen mit Dalai Lama falschen Akzent in der Menschenrechtsdebatte

IBKA kritisiert Rüttgers und Koch

Pressemitteilung vom 15.05.2008

Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten e.V. (IBKA) wirft den Ministerpräsidenten von Hessen und Nordrhein-Westfalen vor, durch ihr Hofieren des Dalai Lama der Sache der Menschenrechte in China zu schaden. "Das Amt der Dalai Lama ist ein Überbleibsel aus einer feudalen Zeit, in der Religion und Politik noch nicht getrennt waren", sagte der erste Vorsitzende des IBKA, Rudolf Ladwig. "Es ist unbegreiflich, warum ausgerechnet ein 'Gottkönig' zum Garanten für Menschenrechte und bürgerliche Freiheiten stilisiert wird."

Afghanistan: Journalist wegen Beleidigung des Islam von Todesstrafe bedroht

Der junge Journalist Parwiz Kambakhsh hatte einen Artikel aus dem Web ausgedruckt und verteilt, der sich kritisch mit der rechtlichen Stellung der Frau im Koran befasst. Ein Gericht in der afghanischen Provinz Balkh verurteilte ihn dafür zum Tode.

Afghanistan: Journalist wegen Blasphemie zum Tode verurteilt (DiePresse.com)
Afghanischem Journalisten droht Hinrichtung (Deutsche Welle)

(23.01.2008, Link ergänzt 28.01.2008)

Ex-Muslime in Europa

Aus: IBKA Rundbrief August 2007

Das Medienecho, das die Gründung der Ex-Muslime gefunden hat, war groß und breitete sich rasch weltweit aus. Der offene Tabubruch regte Migranten in anderen Ländern an, es den deutschen Ex-Muslimen nachzutun und ebenfalls öffentlich ihren Abfall vom Islam und ihr Nein zur Religion zu bekennen.

Kein halbes Jahr ist seit der Gründung in Köln vergangen und nun gibt es nach deutschem Beispiel Ex-Muslime in den Niederlanden, in Skandinavien und in Großbritannien.

Mexiko: Abtreibungsrecht liberalisiert - Kirchenvertreter schäumen

Das Parlament der mexikanischen Hauptstadt hat ein Gesetz beschlossen, das den Schwangerschaftsabbruch bis zur 12. Woche legalisiert. Für die katholische Kirche ein Grund, die Befürworter der Regelung zu exkommunizieren und den Bürgermeister zum Tyrannen zu stempeln.

Nachtrag: Auf seiner Brasilienreise hatte Papst Benedikt die Exkommunikation von Politikern, die einer Legalisierung der Abtreibung den Weg ebnen, grundsätzlich für richtig erklärt. Obgleich sein Pressesprecher eilig hinzugefügt hatte, der Papst habe nicht die Absicht, jemanden zu exkommunizieren, trug ihm dies öffentliche Kritik ein. Bericht bei Focus Online (13.05.2007)