MIZ 3/25 erschienen
Interview mit einer KI zu Religions- und Weltanschauungsfreiheit
Ein Interview ungewöhnlicher Art steht für das Titelthema in MIZ 3/25. Nachdem der Beauftragte des Bundes für Religions- und Weltanschauungsfreiheit ein Interview mit MIZ aus Termingründen abgesagt hatte, hat die Redaktion versuchsweise ChatGPT gefragt, was Thomas Rachel denn mutmaßlich geantwortet hätte, wenn er Zeit für die MIZ gehabt hätte. Ein interessanter Effekt: Die KI schließt aus bisherigen allgemeinen Aussagen des Bundesbeauftragten auf seine Einschätzungen zu konkreten Vorschlägen – und es kann nun beobachtet werden, ob der reale Thomas Rachel den Gedanken seines KI-Alter ego folgt.
Staat und Kirche
In der Rubrik Staat und Kirche zeigen die Beiträge, dass es in Deutschland mit der Trennung der beiden nicht so recht vorangeht. Corinna Gekeler geht auf das jüngste Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum kirchlichen Arbeitsrecht ein, das unter dem Blickwinkel der Diskriminierungsfreiheit einen schweren Rückschlag bedeutet. Helmut Lechner stellt einen weiteren Fall einer Krankenhausfusion vor, die dazu führt, dass dort nun keine Schwangerschaftsabbrüche mehr angeboten werden. Immerhin scheint der erneute Versuch, „Gott“ in der schleswig-holsteinischen Verfassung unterzubringen, wenig Aussicht auf Erfolg zu haben, wie Gerhard Lein berichtet.
Um christliche Mission im Amazonasgebiet geht es im Beitrag Ralf Nestmeyers. Sebastian Schnelle schließt mit einer Betrachtung der Nachkriegszeit seine Serie über Angriffe der rassistischen wie der religiösen Rechten auf die Moderne ab. Udo Endruscheit wirft einen humanistischen Blick auf „Arbeit und Menschenbild“ und plädiert dafür, Arbeit menschenwürdig zu gestalten.