Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten e.V. (IBKA) https://ibka.org/de de Konfessionslose: Neue Koalition sollte Trennung von Staat und Kirche in Angriff nehmen https://ibka.org/de/presse21/neue-koalition <span>Konfessionslose: Neue Koalition sollte Trennung von Staat und Kirche in Angriff nehmen</span> <div><a href="https://ibka.org/sites/default/files/2021-11/Ampelfaelschun600x450px.jpg" title="Bildquelle: Uwe Wagschal / pixelio.de " data-colorbox-gallery="gallery-story-1722-wDLc0ox6BZY" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{&quot;title&quot;:&quot;Bildquelle: Uwe Wagschal / pixelio.de &quot;,&quot;alt&quot;:&quot;&quot;}"><img src="/sites/default/files/styles/inhalt_header/public/2021-11/Ampelfaelschun600x450px.jpg?h=ef2d6e95&amp;itok=AXJjWqZS" width="600" height="450" alt="" title="Bildquelle: Uwe Wagschal / pixelio.de " typeof="foaf:Image" /> </a> <p class="caption colorbox-caption">Bildquelle: Uwe Wagschal / pixelio.de </p> </div> <span><span lang="" about="/de/user/2" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">rhartmann</span></span> <span>Mo, 2021-11-08 18:40</span> <div> <div><a href="/de/artikel/parteien.html" hreflang="de">Parteien</a></div> </div> <div><a href="/de/taxonomy/term/17" hreflang="de">Pressemitteilungen</a></div> <div><p>Pressemitteilung vom 10.11.2021</p> <p>(Oberursel) Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten sieht in der Bildung einer Ampelkoalition eine Gelegenheit, lange überfällige Schritte zu einer Trennung von Staat und Religion einzuleiten.</p> <p>Hierzu erklärt der 1. Vorsitzende René Hartmann:</p> <p><span>„</span>Das Verhältnis von Staat und Religionsgemeinschaften in Deutschland ist seit einem halben Jahrhundert fast unverändert, obwohl die Zahl der Kirchenmitglieder in dieser Zeit stark abgenommen hat und weiter sinkt. Obwohl es laut Grundgesetz in Deutschland keine Staatskirche gibt, ist die Verflechtung von Staat und Kirchen so stark wie in kaum einen anderen Land.</p> <p>Eine neue Koalition ohne die Union bietet eine historische Gelegenheit, das Verhältnis von Staat und Kirche den geänderten gesellschaftlichen Bedingungen anzupassen. Zu nennen wären wären hier – neben dem Kirchensteuereinzug durch den Staat –:</p> <ul> <li>Der sog. Gotteslästerungsparagraph 166 StGB, de facto ein Zensurparagraph, der Religionsgemeinschaften im Äußerungsrecht gegenüber anderen Vereinigungen privilegiert,</li> <li>die Staatsleistungen an die Kirchen, die zwar von den Ländern erbracht werden, für deren Ablösung der Bund jedoch die rechtlichen Grundlagen zu schaffen hat, sowie</li> <li>das Arbeitsrecht, das die Kirchen derzeit quasi als Staat im Staate mit eigenem Arbeitsrecht betrachtet. Durch die EU-Rechtsprechung hat es hier zwar zuletzt Bewegung gegeben. Gerade deswegen stünde es aber dem deutschen Gesetzgeber gut an, die Gesetzeslage anzupassen.</li> </ul> <p>Ein Modernisierungsprogramm der künftigen Bundesregierung sollte auch eine stärkere Trennung von Staat und Religion unter Berücksichtigung des konfessionslosen Bevölkerungsanteils umfassen. Die Gelegenheit hierzu sollte nicht ungenutzt bleiben.<span>“</span></p> <h3>Hintergrund:</h3> <p><a href="/de/gotteslaesterungsparagraph-166">Der „Gotteslästerungsparagraph“ 166</a></p> <p><a href="https://staatsleistungen-beenden.de/hintergrund/staatsleistungen-faq/">Staatsleistungen FAQ des Bündnisses altrechtliche Staatsleistungen abschaffen (BAStA)</a></p> <p><a href="/de/presse19/kirchliches-arbeitsrecht">Atheistenverband: „Ein Meilenstein auf dem Weg zur Abschaffung des diskriminierenden kirchlichen Arbeitsrechts“</a></p> <p> </p> </div> Mon, 08 Nov 2021 17:40:43 +0000 rhartmann 1722 at https://ibka.org MIZ 2/21 erschienen https://ibka.org/de/MIZ-2-21-erschienen <span>MIZ 2/21 erschienen</span> <div><a href="https://ibka.org/sites/default/files/2021-09/MIZ-2-21.jpg" title="" data-colorbox-gallery="gallery-story-1721-wDLc0ox6BZY" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{&quot;alt&quot;:&quot;MIZ Cover 2/21&quot;}"><img src="/sites/default/files/styles/inhalt_header/public/2021-09/MIZ-2-21.jpg?h=ef2d6e95&amp;itok=VMPpn5lu" width="600" height="450" alt="MIZ Cover 2/21" typeof="foaf:Image" /> </a> <p class="caption colorbox-caption"></p> </div> <span><span lang="" about="/de/user/9" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">rponitka</span></span> <span>Do, 2021-09-23 22:10</span> <div><h3><span><span>Neutralität am Zug: Standpunkte moderner Religionspolitik</span></span></h3> <p><span><span>Mit der Frage, wie eine moderne Religionspolitik aussehen könnte und ob Neutralitätsgesetze dabei eine Rolle spielen sollten, befasst sich MIZ 2/21. Darin werden nicht nur die ersten Antworten auf die Anfrage des IBKA an die Geschäftsstellen der Parteien sowie die Bundestagsfraktionen ausgewertet, mit Hannah Wettig und Roman Grabowski kommen auch eine Säkulare Grüne und ein Mitglied der LAG Säkulare Linke in Berlin ausführlicher zu Wort. Im Editorial befürwortet Frank Welker ein Neutralitätsgesetz (bzw. ein entsprechendes Rahmengesetz, da einige Regelungen auf Länderebene getroffen werden müssten). Er sieht darin eine Möglichkeit, die Spaltung der Gesellschaft in nebeneinander existierende Parallelwelten zu verhindern. </span></span></p> <h3><span><span>Bundestagswahlprogramme</span></span></h3> <p><span><span>Wie immer in einem Wahljahr analysiert die MIZ, welche Aussagen die Parteien zum Verhältnis von Staat und Religionsgemeinschaften treffen. Es wird deutlich, dass Linke, Grüne und Liberale davon ausgehen, dass das „Religionsverfassungsrecht“ modernisiert werden muss. Unter ihren Forderungen finden sich viele Punkte, die seit langem auf der Wunschliste der säkularen Verbände stehen. Gleichzeitig soll jedoch im Zuge von Gleichberechtigungsüberlegungen ein Teil der kirchlichen Privilegien auf Islamverbände ausgeweitet werden – was in der Folge die Abschaffung dieser Sonderrechte unwahrscheinlicher werden lässt.</span></span></p> <p><span><span>Weit auseinander liegen die Positionen der Parteien, wenn es um das Thema Reproduktive Selbstbestimmung geht. Zu diesem Ergebnis kommt Nicole Thies, nachdem sie sich angesehen hat, was die Parteien zu den Paragraphen 218 und 219  zu sagen haben.</span></span></p> <h3><span><span>Aufklärung und Frauenrechte</span></span></h3> <p><span><span>In der Serie: Aufklärung reflektiert Alex Demirović diese aus der Perspektive der Kritischen Theorie. Er kommt zu dem Schluss, dass die Aufklärung für den Alltag in der bürgerlichen Gesellschaft nicht verbindlich geworden ist, bei der Beurteilung gesellschaftlichen Handelns wird nur selektiv auf Vernunft zurückgegriffen. </span></span></p> <p><span><span>Viola Schubert-Lehnhardt erinnert daran, dass sich seit 150 Jahren der § 218 – und damit das Selbstbestimmungsrecht der Frau über ihren eigenen Körper – im deutschen Strafgesetzbuch steht.</span></span></p> <p><span><span>Mit den Auseinandersetzungen um die Äußerungen der Tübinger Dogmatik-Professorin Johanna Rahner befasst sich Agnes Imhof. Dabei erörtert sie die Frage, ob jemandem, der die systematische Diskriminierung von Frauen, wie sie in der katholischen Kirche zu finden ist, legitimiert, „Rassismus“ vorgeworfen werden darf.</span></span></p> <h3><span><span>Evolution und Intelligenz</span></span></h3> <p><span><span>Thomas Waschke stellt Überlegungen zu Leistungsfähigkeit der Evolutionstheorie an. Dafür untersucht er im zweiten Teil seiner Artikelserie die wissenschaftlichen Debatten um die Selektionstheorie in der ersten Hälfte dews 20. Jahrhunderts.</span></span></p> <p><span><span>Rüdiger Vaas orientiert uns über den derzeitigen Stand der Suche nach intelligentem Leben irgendwo „da draußen“. </span></span></p> <p><a href="https://www.miz-online.de/"><span><span>www.miz-online.de</span></span></a></p> </div> Thu, 23 Sep 2021 20:10:12 +0000 rponitka 1721 at https://ibka.org Initiative für ein bundesweites Neutralitätsgesetz https://ibka.org/de/bundesweites-neutralitaetsgesetz <span>Initiative für ein bundesweites Neutralitätsgesetz</span> <div><a href="https://ibka.org/sites/default/files/2021-09/Deutscher_Bundestag.jpg" title="" data-colorbox-gallery="gallery-story-1720-wDLc0ox6BZY" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{&quot;alt&quot;:&quot;Deutscher Bundestag c Steffen Prößdorf, CC BY-SA 4.0&quot;}"><img src="/sites/default/files/styles/inhalt_header/public/2021-09/Deutscher_Bundestag.jpg?h=ef2d6e95&amp;itok=CPBmAdIW" width="600" height="450" alt="Deutscher Bundestag c Steffen Prößdorf, CC BY-SA 4.0" typeof="foaf:Image" /> </a> <p class="caption colorbox-caption"></p> </div> <span><span lang="" about="/de/user/9" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">rponitka</span></span> <span>Do, 2021-09-23 21:48</span> <div> <div><a href="/de/taxonomy/term/1" hreflang="de">IBKA</a></div> </div> <div><h3><span><span><span>Antworten der im Bundestag vertretenen Parteien</span></span></span></h3> <p><span><span><span>Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten als Interessensvertretung der Menschen, die ihr Leben ohne religiösen Bezug gestalten, fragte im Juli die im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien - mit Ausnahme der AfD - nach Ihrer Meinung zu einem bundesweiten und umfassenden Neutralitätsgesetz. Nach Auffassung des IBKA soll ein solches Gesetz in allen Bereichen, in denen der Staat hoheitliche Aufgaben ausübt sicherstellen, dass die Religionsfreiheit - insbesondere die negative Religionsfreiheit - aller Bürgerinnen und Bürger gewährleistet wird.</span></span></span></p> <p><span><span><span>In seinem Schreiben kritisiert der IBKA die Privilegien der Religionsgemeinschaften - wie beispielsweise als Körperschaft des öffentlichen Rechts agieren zu dürfen - welche aus dem 19. Jahrhundert stammen; also aus einer Zeit, in der so gut wie die gesamte Bevölkerung Mitglied einer der christlichen Kirchen war.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Derzeit bekennen sich nur noch rund 60% der in Deutschland lebenden Menschen zum Christentum, über ein Drittel gehört keiner Religion mehr an.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Nach Ansicht des IBKA soll diesem Wandel durch ein Neutralitätsgesetz Rechnung getragen werden, denn nur ein solches kann die Gleichbehandlung aller Menschen gewährleisten, unabhängig davon, welcher Religion oder Weltanschauung sie angehören.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Über den August wurde die Frage von dem Bundesgeschäftsführer der CDU, den Beauftragten der CDU/CSU und SPD Fraktionen für Kirchen und Religionsgemeinschaften, dem Politischen Geschäftsführer von Bündnis 90/Die Grünen sowie den Vorsitzenden der Fraktion Die Linke im Bundestag beantwortet. Die FDP äußerte sich nicht - ein Schelm ist, wer nun denkt, deren Amtsträger und Mitarbeiter hätten die Frage nicht verstanden. Hier folgen nun Auszüge aus den Antworten in der Reihenfolge des Eingangs beim IBKA.</span></span></span></p> <h3><span><span><span>Antworten der CDU und CSU</span></span></span></h3> <p><span><span><span>Die CDU betont "das Recht auf Religions- und Weltanschauungsfreiheit" und begrüßt, "dass das Grundgesetz Staat und Religion zwar trennt und doch, ... , Möglichkeiten der Kooperation eröffnet. ... Die weltanschauliche Neutralität des Staates wird durch dieses Bekenntnis zum religionsverfassungsrechtlichen Kooperationsmodell aber nicht in Frage gestellt." Weiter heißt es im Schreiben des Bundesgeschäftsführers der CDU: "Ein Ende dieses Kooperationsmodells durch das von Ihnen skizzierte Neutralitätsgesetz würde diesen Dialog erschweren und viele wertvolle Errungenschaften unserer Gesellschaft gleich mit." </span></span></span></p> <p><span><span><span>Der Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften ergänzt: "Aus Sicht der CDU/CSU-Bundestagsfraktion bietet dieses bis heute gültige Staatskirchen- bzw. Religionsverfassungsrecht auch zukünftig eine geeignete Grundlage, um der zunehmenden Vielfalt der religiös-weltanschaulichen Bekenntnisse in unserem Land gerecht zu werden." Weiter: "Die von Ihnen unterstellte "strukturelle Privilegierung der Religionsgemeinschaften gegenüber anderen zivilgesellschaftlichen Gruppen" kann ich nicht erkennen." Er führt den HVD Berlin-Brandenburg, die Humanistische Vereinigung Deutschlands in Bayern wie auch den BFG Bayern als Gegenbeispiel an, welche ja den Status der Körperschaft der öffentlichen Rechts besitzen. Sein Schreiben endet: "Aus den dargelegten Gründen kann ich mich - auch im Namen der CDU/CSU Bundestagsfraktion- der von Ihnen vorgebrachten Forderung nicht anschließen und sehe keine Notwendigkeit für den Beschluss eines bundesweit umfassenden Neutralitätsgesetzes in der kommenden Legislaturperiode."</span></span></span></p> <h3><span><span><span>Antwort der SPD</span></span></span></h3> <p><span><span><span>Der Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften der SPD Fraktion äußert sich ähnlich: "In einem immer vielfältiger werdenden Land muss der Staat die unter-schiedlichen Beiträge zu einem guten Zusammenleben je und je wertschätzen und unterstützen. Auch soll die Freiheit zu und von Religion geschützt werden. Das Verhältnis von Staat, Kirchen, Religions- bzw. Weltanschauungsgemeinschaften in Deutschland ist ein Gutes. Das verfassungsmäßige Miteinander hat sich bewährt. Wir sehen deshalb keinen Bedarf an einer grundsätzlichen Neuverständigung." Es sei "das religionspolitische Anliegen der SPD-Fraktion, das Verhältnis von Staat und Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften beizubehalten und wenn nötig weiterzuentwickeln. Perspektivisch sollte z.B. auch muslimischen Glaubensgemeinschaften unter bestimmten Prä-missen der Zugang zum Religionsverfassungsrecht ermöglicht werden. ... Weltanschaulich-humanistische und säkulare Organisationen haben diesen Zugang zum Religionsverfassungsrecht ohnehin. Eine grundsätzliche religionspolitische Neuverständigung sehen wir daher nicht angezeigt."</span></span></span></p> <h3><span><span><span>Bündnis 90 / Die Grünen</span></span></span></h3> <p><span><span><span>Der Politische Geschäftsführer von Bündnis 90/Die Grünen führt aus, das "Prinzip der religiös-weltanschaulichen Neutralität des Staates ist für uns Grüne zentral. Der Staat darf sich</span></span></span></p> <p><span><span><span>nicht mit einer bestimmten Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft identifizieren und niemanden wegen seiner Religion oder Weltanschauung diskriminieren oder bevorteilen. Wir stehen deshalb etwa religiösen Symbolen in staatlichen Gebäuden äußerst kritisch gegenüber. Pauschale Verbote von religiösen und weltanschaulichen Symbolen und Kleidungsstücken wären jedoch eine Einschränkung der grundrechtlich geschützten positiven Religionsfreiheit. Das Bundesverfassungsgericht hat in seiner Rechtsprechung klar formuliert, dass hierfür begründet nachgewiesen werden muss, dass das Vertrauen in die neutrale Amtsführung beeinträchtigt ist. Dafür bräuchte es neben der weltanschaulichen / religiösen Kleidungsstücke weitere Umstände." </span></span></span></p> <p><span><span><span>Er betont, Bündnis 90/Die Grünen setzten sich für "die umfassende Berücksichtigung der Belange von konfessionsfreien Personen und auf ihre gleichberechtigte Teilhabe ein. Wir treten deshalb für eine Besetzung der Rundfunk- und Fernsehräte ein, in der sich die heutige gesellschaftliche, religiöse und weltanschauliche Pluralität Deutschlands widerspiegelt. Zudem setzen wir uns dafür ein, dass die öffentliche Gedenk- und Trauerkultur, die bisher oft an die beiden großen christlichen Kirchen delegiert wird, überprüft wird. Hierzu wollen wir eine öffentliche Debatte darüber anstoßen, wie die Belange anderer religiöser und weltanschaulicher Gemeinschaften und die Belange religions- oder weltanschauungsgemeinschaftsfreier Menschen bislang berücksichtigt werden und wie eine gleichberechtigte Teilhabe besser gelingen kann."</span></span></span></p> <h3><span><span><span>Die Linke</span></span></span></h3> <p><span><span><span>Die Vorsitzenden der Linksfraktion im Bundestag stellen sich hinter die Forderung ihres Grundsatzprogramms nach der "notwendigen institutionellen Trennung von Staat und Kirche", damit "dass das staatliche Gemeinwesen frei von der politischen Einflussnahme von Religionen sein soll. Denn nur wenn der Staat sich weltanschaulich neutral verhält, kann die Freiheit der Weltanschauung für alle Bürger gewährleistet werden." Wie auch zuvor der Politische Geschäftsführer von Bündnis 90 / Die Grünen erklären sie die Problematik des Berliner Neutralitätsgesetzes, welches "vom Bundesverfassungsgericht als im Widerspruch zu dem Grundgesetz stehend beurteilt" wurde.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Weiter erklären Sie: "Wir setzen uns ein für einen neutralen Staat. Das bedeutet Gebäude des Staates sollten ohne religiöse Zeichen auskommen. Gleichseitig lehnen wir Gesetze ab, welche die Freiheit der Religion des einzelnen Menschen einschränkt. In unserem Wahlprogramm sprechen wir uns klar dafür aus, sowohl die Freiheit von Religion zu verteidigen, wie auch die Diskriminierung von religiösen Minderheiten zu bekämpfen. Die Linkspartei widmet in ihrem Wahlprogramm den Themen Religion und Kirchen einen eigenen Abschnitt. "Wir verteidigen die Freiheit zur und von der Religion und die Trennung von Staat und Kirche", heißt es dort. Wir verteidigen das Recht auf Religionsfreiheit: Es ist das Recht der Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses. ... Wir wollen z.B. einen Ethikunterricht, in dem alle Schülerinnen (und Schüler) mit ihren unterschiedlichen weltanschaulichen, kulturellen und religiösen Hintergründen gemeinsam über ethische Fragen diskutieren können. Im Rahmen des Bildungsauftrages sollen Schulen auch weiterhin Wissen über Religionen vermitteln. Die Militärseelsorge in der jetzigen Form wollen wir abschaffen. DIE LINKE fordert auch, dass die Kirchen in Zukunft ihre Steuern bzw. Beiträge selbstständig einziehen. Wir treten für den seit 1919 bestehenden Verfassungsauftrag zur Ablösung der Staatsleistungen an die Kirchen ein. In einer weltanschaulich und religiös vielfältigen Gesellschaft müssen alle die gleichen Möglichkeiten der Finanzierung haben."</span></span></span></p> <p><span><span><span>Rainer Ponitka</span></span></span></p> </div> Thu, 23 Sep 2021 19:48:06 +0000 rponitka 1720 at https://ibka.org Atheisten: Deutschland und Europa müssen afghanische Säkularisten retten https://ibka.org/de/presse-21/afghanistan-saekulare <span>Atheisten: Deutschland und Europa müssen afghanische Säkularisten retten</span> <div><a href="https://ibka.org/sites/default/files/2021-08/Kabul%20%C2%A9%20F.M.%20-%20%20pixelio.de_.jpg" title="" data-colorbox-gallery="gallery-story-1719-wDLc0ox6BZY" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{&quot;alt&quot;:&quot;Kabul © F.M. - pixelio.de&quot;}"><img src="/sites/default/files/styles/inhalt_header/public/2021-08/Kabul%20%C2%A9%20F.M.%20-%20%20pixelio.de_.jpg?h=ef2d6e95&amp;itok=Q_sYiJ4T" width="600" height="450" alt="Kabul © F.M. - pixelio.de" typeof="foaf:Image" /> </a> <p class="caption colorbox-caption"></p> </div> <span><span lang="" about="/de/user/9" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">rponitka</span></span> <span>Do, 2021-08-26 12:20</span> <div> <div><a href="/de/artikel/international.html" hreflang="de">Internationales</a></div> </div> <div><a href="/de/taxonomy/term/17" hreflang="de">Pressemitteilungen</a></div> <div><p>Pressemitteilung vom 26.08.2021</p> <p><br /> (Aachen/Oberursel) Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten e.V. (IBKA) fordert die EU-Kommission und die Bundesregierung auf, für alle säkular eingestellten Menschen in Afghanistan Aufnahmemöglichkeiten zu schaffen.</p> <p>Aus Sicht des Bundes sind die Überlebenschancen säkular eingestellter Menschen in dem zukünftigen Taliban-Territorium als gering einzuschätzen - unabhängig davon, ob diese selbst religiös sind oder auch nicht. Wer auch immer ein positives Verhältnis zur Moderne hat, ist demnach dringend darauf angewiesen, das Land schnellstmöglich verlassen zu können.</p> <p>Zu den Ereignissen in Afghanistan erklärt Werner Hager, Sprecher des Arbeitskreises Flucht &amp; Asyl: "Zu behaupten, der Westen, Europa und auch die Bundesrepublik trügen keine Verantwortung, ist ein Zynismus. Hier werden gerade die Menschen geopfert, die die Idee individueller Rechte, der Selbstentfaltung und Bildung angenommen haben. Wie wir Europäer befürworten sie das Anrecht auf ein Leben in Frieden und Freiheit. Für sie bedeutet eine nicht entwickelte Exit-Strategie die absehbare Ermordung."</p> <p>Rene Hartmann, Vorsitzender des IBKA, ergänzt: "Die Bundesregierung ist aufgefordert, nicht nur deutschen Staatsbürgern die Ausreise aus Afghanistan zu ermöglichen, sondern auch allen Menschen mit einer säkularen, einer atheistischen, rationalistischen oder humanistischen  Weltsicht, und überhaupt allen, die sich positiv auf individuelle Freiheitsrechte beziehen."</p> <h3>Über den IBKA:</h3> <p>Im IBKA haben sich nichtreligiöse Menschen zusammengeschlossen, um die allgemeinen Menschenrechte – insbesondere die Weltanschauungsfreiheit – und die konsequente Trennung von Staat und Religion durchzusetzen. Wir treten ein für individuelle Selbstbestimmung, wollen vernunftgeleitetes Denken fördern und über die gesellschaftliche Rolle von Religion aufklären.</p> <h3>Ansprechpartner:</h3> <p>Werner Hager<br /> Sprecher der AG Flucht und Asyl des IBKA<br /> Tel.: 0177 3065330<br /> E-Mail: werner.hager<span class="maili">spamschutzbitteentfernen</span>@ibka.org<br /></p></div> Thu, 26 Aug 2021 10:20:26 +0000 rponitka 1719 at https://ibka.org MIZ 1/21 erschienen https://ibka.org/de/Miz-1-21-erschienen <span>MIZ 1/21 erschienen</span> <div><a href="https://ibka.org/sites/default/files/2021-06/Cover_MIZ_1-21.jpg" title="" data-colorbox-gallery="gallery-story-1717-wDLc0ox6BZY" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{&quot;alt&quot;:&quot;Cover MIZ 1/21&quot;}"><img src="/sites/default/files/styles/inhalt_header/public/2021-06/Cover_MIZ_1-21.jpg?h=ef2d6e95&amp;itok=0f59860O" width="600" height="450" alt="Cover MIZ 1/21" typeof="foaf:Image" /> </a> <p class="caption colorbox-caption"></p> </div> <span><span lang="" about="/de/user/9" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">rponitka</span></span> <span>Di, 2021-06-29 18:18</span> <div> <div><a href="/de/taxonomy/term/1" hreflang="de">IBKA</a></div> </div> <div><h3><span><span><span><span>Aus dem Maschinenraum. 50 Jahre MIZ - Rückblick und Ausblick</span></span></span></span></h3> <p><span><span>Mit Heft 1/21 bricht der 50. Jahrgang des „Politischen Magazins für Konfessionslose und AtheistINNEN“ an. Die Redaktion nimmt das zum Anlass, fünf Personen, die zu unterschiedlichen Zeiten an der Erstellung der <a href="https://miz-online.de/">MIZ</a> beteiligt waren, zurückblicken zu lassen und sie über die Perspektiven der MIZ als Vierteljahreszeitschrift zu befragen. So antworten Wolfgang Mahnfitz, Gerhard Rampp, Michael Schmidt-Salomon, René Hartmann und Daniela Wakonigg auf Fragen zu den Bedingungen der Redaktionsarbeit, Themen, die wichtig wären, behandelt zu werden, und wie die MIZ auf sich rasant ändernde Mediennutzungsgewohnheiten reagieren kann.</span></span></p> <h3><span><span><span>Staat und Kirche</span></span></span></h3> <p><span><span><span>Vera Muth analysiert die Bundestagsdebatte über den von den Fraktionen von FDP, Bündnis 90/Die Grünen und der Linken eingebrachten Entwurf eines Grundsätzegesetzes zur Ablösung der Staatsleistungen. Nach ihrer Einschätzung ist absehbar, dass ein „Ablöse-Gesetz“ so hohe Ablösezahlungen an die Kirchen vorsehen wird, dass die Bundesländer, die das Ganze bezahlen müssen, nicht bereit sein werden, die entsprechenden Landesgesetze zu erlassen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Corinna Gekeler schreibt über die letztlich am Kirchlichen Arbeitsrecht gescheiterten Verhandlungen über einen branchenweiten Tarifvertrag für die Altenpflege. Denn die Caritas verweigerte dem ausgehandelten Paket die Zustimmung, um keinen Präzedenzfall zu schaffen, der die Sonderstellung der „kirchlichen“ Arbeitgeber (die Tarifverträge seit je ablehnen) hätte gefährden können.</span></span></span></p> <p><span><span>Dass in pandemischen Zeiten nicht gewährleistet ist, dass Menschen aus der Kirche austreten können, wenn sie sich dafür entschieden haben, sondern monatelange Wartezeiten in Kauf nehmen müssen, demonstriert der Artikel von Gunar Schedel.</span></span></p> <h3><span><span><span>Umstrittene Theorien</span></span></span></h3> <p><span><span><span>Frank Welker befasst sich mit der These vom angeblich geplanten „Great Reset“. Im Rahmen der Pandemiepolitik soll demnach eine neue wirtschaftliche und politische Ordnung durchgesetzt werden, die auf Überlegungen des Initiators des Weltwirtschaftsforums Klaus Schwab zurückgehe. Frank Welker wirft einen Blick auf die Verschwörungstheorie und stellt die Frage, warum ausgerechnet in Deutschland die Zustimmung zu derartigen Theorien relativ hoch ist.</span></span></span></p> <p><span><span>Die derzeitige Debatte, ob die vorherrschende Evolutionstheorie, die „Moderne Synthese“, erweitert werden muss, stellt Thomas Waschke vor. Der erste Beitrag einer auf drei Teile angelegten Serie erläutert, was eine Evolutionstheorie leisten muss und wirft einen Blick auf die Vorstellungen von Jean-Baptiste de Lamarck.</span></span></p> </div> Tue, 29 Jun 2021 16:18:00 +0000 rponitka 1717 at https://ibka.org Schluss mit dem staatlichen Kirchensteuer-Einzug https://ibka.org/de/petition-kirchensteuer <span>Schluss mit dem staatlichen Kirchensteuer-Einzug</span> <div><a href="https://ibka.org/sites/default/files/2021-02/geldregen.jpg" title="Jorma Bork / pixelio.de" data-colorbox-gallery="gallery-story-1716-wDLc0ox6BZY" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{&quot;title&quot;:&quot;Jorma Bork / pixelio.de&quot;,&quot;alt&quot;:&quot;&quot;}"><img src="/sites/default/files/styles/inhalt_header/public/2021-02/geldregen.jpg?h=ef2d6e95&amp;itok=-GM6TprU" width="600" height="450" alt="" title="Jorma Bork / pixelio.de" typeof="foaf:Image" /> </a> <p class="caption colorbox-caption">Jorma Bork / pixelio.de</p> </div> <span><span lang="" about="/de/user/2" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">rhartmann</span></span> <span>Do, 2021-02-25 20:12</span> <div> <div><a href="/de/artikel/geld.html" hreflang="de">Kirche und Geld</a></div> </div> <div><h3>Petition an den Petitionsausschuss des Bundestages</h3> <p>Aktuelle Praxis ist, dass die Finanzämter im Auftrag der Kirchen deren Mitgliedsbeiträge als Kirchensteuern einziehen. Dazu muss jeder Bürger auf seiner Steuererklärung angeben, ob er einer Religionsgemeinschaft angehört, die befugt ist, Steuern zu erheben.</p> <p>Diese Praxis ist zu beenden. Der Bundestag möge die dafür erforderlichen Gesetze und Regelungen erlassen. Kirchen und Religionsgemeinschaften müssen die Verwaltung ihrer Mitglieder und den Einzug der Beiträge in die eigene Hand nehmen, denn sie sind private Organisationen. Die Zuständigkeit für die Mitgliedschaft in und den Austritt aus einer Kirche muss bei den Kirchen selbst liegen und nicht bei den Amtsgerichten oder Standesämtern. Kirchensteuerämter, die bei den Finanzämtern angesiedelt sind und damit den Eindruck erwecken, staatliche Stellen zu sein, sind abzuschaffen.</p> <script> <!--//--><![CDATA[// ><!-- var OPWIDGET = { "base_url": "https://www.openpetition.de", "api_key": "b013c393cc204d3615cbc1b53f4b50869e81a2ea941e2d2d6d4d2b038ae992d1", "options":{ "primarycolor": "#e07d28", // andere Farben: https://www.w3schools.com/colors/colors_picker.asp "secondarycolor": "#6c6c6c", "backgroundcolor": "#ffffff", "mainfontsize": "12px", "language": "de_DE.utf8" // andere Sprachen: https://www.openpetition.de/language/locales } }; //--><!]]> </script><script src="https://www.openpetition.de/javascript/widget.js"></script><noscript>Bitte aktivieren Sie JavaScript und laden die Seite neu.</noscript> <p><a href="https://www.openpetition.de/petition/online/schluss-mit-dem-staatlichen-kirchensteuer-einzug">Petition auf openpetition.de</a></p> </div> Thu, 25 Feb 2021 19:12:34 +0000 rhartmann 1716 at https://ibka.org Atheisten protestieren gegen Finanzierung des Religionsunterrichts durch den Staat https://ibka.org/de/presse21/Religionsunterricht-Berlin <span>Atheisten protestieren gegen Finanzierung des Religionsunterrichts durch den Staat</span> <div><a href="https://ibka.org/sites/default/files/2021-02/Goldkoffer_%C2%A9_Thorben%20Wengert_pixelio.de_.jpg" title="" data-colorbox-gallery="gallery-story-1715-wDLc0ox6BZY" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{&quot;alt&quot;:&quot;&quot;}"><img src="/sites/default/files/styles/inhalt_header/public/2021-02/Goldkoffer_%C2%A9_Thorben%20Wengert_pixelio.de_.jpg?h=ef2d6e95&amp;itok=cJ3-W_JH" width="600" height="450" alt="" typeof="foaf:Image" /> </a> <p class="caption colorbox-caption"></p> </div> <span><span lang="" about="/de/user/9" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">rponitka</span></span> <span>Fr, 2021-02-12 15:29</span> <div> <div><a href="/de/artikel/schule.html" hreflang="de">Schule</a></div> </div> <div><a href="/de/taxonomy/term/17" hreflang="de">Pressemitteilungen</a></div> <div> <div><a href="/de/taxonomy/term/21" hreflang="de">Berlin-Brandenburg</a></div> </div> <div><p>Pressemitteilung vom 12. Februar 2021</p> <p>(Berlin) Neun Millionen Euro aus dem allgemeinen Steueraufkommen wird das Land Berlin in diesem Jahr für den katholischen Religionsunterricht an staatlichen Schulen bezahlen. Dies kritisiert der Berlin-Brandenburger Landesverband des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA). Während das Vermögen des Erzbistums erneut angewachsen ist, bleibt sein finanzieller Eigenanteil am Religionsunterricht mit 5,6 Millionen Euro weit unter dem staatlichen Beitrag.</p> <p>„Religionsunterricht ist Glaubensunterweisung im Interesse der Kirche selbst und ihrer Anhänger. Es ist nicht die Aufgabe der Schule, religiöse Glaubenssätze als Wahrheiten zu vermitteln“, sagt Silvia Kortmann, Regionalsprecherin des Berlin-Brandenburger Landesverbands des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA). „Wenn die Kirchen Glauben verbreiten wollen, dann mit eigenem Personal, auf eigene Kosten und in eigenen Räumen. Die Steuergelder sollten besser in die Vermittlung von wissenschaftlich haltbaren Lerninhalten investiert werden.“</p> <p>Das Erzbistum Berlin veröffentlichte in der vergangenen Woche seinen Geschäftsbericht für 2019 und den Haushaltsplan für 2021. Danach betrug das Vermögen des Erzbistums Ende 2019 811,7 Millionen Euro, das sind 56,4 Millionen Euro mehr als ein Jahr zuvor. Für das Jahr 2021 plant das Bistum aus eigenem Aufkommen 5,6 Millionen Euro für den Religionsunterricht und 19 Millionen Euro für Schulen in katholischer Trägerschaft aufzuwenden. Das sind lediglich rund 38 Prozent bzw. 20 Prozent der Ausgaben für diese Zwecke.</p> <p>Neun Millionen Euro aus dem allgemeinen Steueraufkommen zahlt dagegen das Land Berlin in diesem Jahr für den katholischen Religionsunterricht an staatlichen Schulen. Für die Schulen in seiner Trägerschaft erhält das Erzbistum weitere 75,7 Millionen Euro an öffentlichen Geldern. Dies ist nach den Kirchensteuern seine zweitgrößte Einnahmequelle. „Die Vermehrung des kirchlichen Reichtums kann nicht die Aufgabe eines demokratischen, neutralen Staates sein“, kommentiert IBKA-Landessprecherin Kortmann.</p> <p>Die Zahlungen gehen auf eine Finanzierungsvereinbarung von September 2019 für die Jahre 2020 bis 2023 zurück. Die staatlichen Zuwendungen für den Religionsunterricht allgemein werden mit Art. 7 GG begründet, der den Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach für die Schulen vorsieht, die keine Bekenntnisschulen sind. „Dass daraus eine Verpflichtung für alle Schulen erwächst, Religionsunterricht anzubieten, kann ich nicht erkennen“, so Kortmann.</p> <h3>Über den IBKA:</h3> <p>Im IBKA haben sich nichtreligiöse Menschen zusammengeschlossen, um die allgemeinen Menschenrechte – insbesondere die Weltanschauungsfreiheit – und die konsequente Trennung von Staat und Religion durchzusetzen. Wir treten ein für individuelle Selbstbestimmung, wollen vernunftgeleitetes Denken fördern und über die gesellschaftliche Rolle von Religion aufklären.</p> <h3>Ansprechpartner:</h3> <p>Silvia Kortmann, Regionalsprecherin<br /> IBKA Landesverband Berlin-Brandenburg<br /> silvia.kortmann<span class="maili">spamschutzbitteentfernen</span>@ibka.org<br /> 0178 - 77 55 294<br /> Wichurastr. 106<br /> 12249 Berlin</p> </div> Fri, 12 Feb 2021 14:29:46 +0000 rponitka 1715 at https://ibka.org MIZ 4/20 erschienen https://ibka.org/de/Miz-4-20-erschienen <span>MIZ 4/20 erschienen</span> <div><a href="https://ibka.org/sites/default/files/2021-02/MIZ-420-IBKA.jpg" title="" data-colorbox-gallery="gallery-story-1714-wDLc0ox6BZY" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{&quot;alt&quot;:&quot;&quot;}"><img src="/sites/default/files/styles/inhalt_header/public/2021-02/MIZ-420-IBKA.jpg?h=ef2d6e95&amp;itok=UO2kMcoZ" width="600" height="450" alt="" typeof="foaf:Image" /> </a> <p class="caption colorbox-caption"></p> </div> <span><span lang="" about="/de/user/9" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">rponitka</span></span> <span>Mi, 2021-02-10 17:53</span> <div> <div><a href="/de/taxonomy/term/1" hreflang="de">IBKA</a></div> </div> <div><p><span><span>Vor 150 Jahren begann der sogenannte Kulturkampf. MIZ 4/20 wirft im Schwerpunkt einen Blick auf diese historische Auseinandersetzung zwischen Katholizismus und preußisch-deutschem Staat. Dabei geht es sowohl um die Einordnung der Ereignisse in die Geschichte von Emanzipation und Repression als auch um eine grundlegende Reflexion kultureller Kämpfe. </span></span></p> <p><span><span>In einem umfangreichen Überblicksartikel stellt Historiker Olaf Blaschke sieben Aspekte des „Kulturkampfes“ vor. Er betont, dass die häufig in den Vordergrund gerückte Erklärung als „Machtkampf“ zwischen Staat und Kirche die Ereignisse nur unzureichend erklärt, und eröffnet weitere sozial- und ideengeschichtliche Perspektiven. Im Editorial verweist Gunnar Schedel darauf, dass der Kulturkampf heute meist herausgelöst aus dem europäischen ideengeschichtlichen Kontext wahrgenommen wird. Dieser Blickwinkel weist der Kirche die Opferrolle zu – was zwar angesichts der tatsächlichen Repression nicht falsch ist, aber unter den Tisch kehrt, dass einige der damals ergriffenen Maßnahmen als gerechtfertigte Modernisierungsschritte gesehen werden sollten. </span></span></p> <p><span><span>In zwei Interviews wird die Auseinandersetzung mit dem Begriff „Kultur“ und den Kämpfen, die um diese in jeder Gesellschaft stattfinden, vertieft. Der Ethnologe Christoph Antweiler gibt zu bedenken, dass die „Überbetonung kultureller Vielfalt“ leicht dazu führen könne, dass Kultur auf Differenz reduziert werde. Dabei gerate in Vergessenheit, dass Menschen über Gruppengrenzen hinweg in vieler Hinsicht gleich sind. Die Philosophin Cinzia Sciuto kritisiert das Konzept des Multikulturalismus, da es die Komplexität von Kulturen „verflache“. Eine Folge sei die Blindheit des Konzepts gegen Menschenrechtsverletzungen beispielsweise in religiösen Gemeinschaften.</span></span></p> <h3><span><span>Staat und Kirche</span></span></h3> <p><span><span>Gerhard Rampp nimmt die jüngsten Überlegungen der Partei Die Linke zur Kirchenfinanzierung zum Anlass, das in Deutschland bestehende Kirchensteuersystem grundsätzlich zu kritisieren. Dabei geht es vor allem um den Einzug der Steuer durch die Finanzämter und die Taufe als Rechtsgrundlage für die Kirchensteuerpflicht.</span></span></p> <h3><span><span>Kontroverse Debatten</span></span></h3> <p><span><span>Frank Welker befasst sich mit der Impfgegnerschaft in Zeiten des Coronavirus. Er kommt zu dem Schluss, dass viele der vorgetragenen Behauptungen einer kritischen Prüfung nicht standhalten.</span></span></p> <p><span><span>Rebecca Schönenbach erinnert an die sexualisierte Gewalt in der Silvesternacht vor fünf Jahren, als hunderte von Frauen sexualisierter Gewalt ausgesetzt waren. Eine wirkliche Diskussion über mögliche Ursachen kam damals nicht auf. Dies, so fordert die Autorin, müsse nun nachgeholt werden und diesmal müsse die Perspektive der Opfer eingenommen und auch der kulturell-religiöse Hintergrund untersucht werden.</span></span></p> </div> Wed, 10 Feb 2021 16:53:24 +0000 rponitka 1714 at https://ibka.org Atheisten: Verbot des betäubungslosen Schlachtens muss ohne Ausnahme gelten https://ibka.org/de/presse21/PM-Schaechten <span>Atheisten: Verbot des betäubungslosen Schlachtens muss ohne Ausnahme gelten</span> <div><a href="https://ibka.org/sites/default/files/2021-02/Zicklein_fin_0.jpg" title="" data-colorbox-gallery="gallery-story-1713-wDLc0ox6BZY" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{&quot;alt&quot;:&quot;Zicklein&quot;}"><img src="/sites/default/files/styles/inhalt_header/public/2021-02/Zicklein_fin_0.jpg?h=ef2d6e95&amp;itok=qSvsUCaq" width="600" height="450" alt="Zicklein" typeof="foaf:Image" /> </a> <p class="caption colorbox-caption"></p> </div> <span><span lang="" about="/de/user/9" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">rponitka</span></span> <span>Do, 2021-02-04 13:50</span> <div><a href="/de/taxonomy/term/17" hreflang="de">Pressemitteilungen</a></div> <div><p>Pressemitteilung vom 4. Februar 2021</p> <p>(Oberursel) Das Ende der Ausnahmegenehmigungen für betäubungsloses Schlachten fordert der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA).</p> <p>"Wie der Europäische Gerichtshof jüngst festgestellt hat, verstößt das ausnahmlose Verbot des betäubungslosen Schlachtens nicht gegen die Religionsfreiheit", erklärt René Hartmann, 1. Vorsitzender des IBKA in Oberursel. "Nach dem Urteil des Gerichtshofs bedeutet eine Pflicht zur Betäubung kein Verbot rituellen Schlachtens und verstößt daher nicht gegen die Freiheit der Religionsausübung."</p> <p>Der Tierschutz dürfe nicht durch religiös begründete Ausnahmen unangemessen eingeschränkt werden.<br /> Hartmann weiter: "Daher sind die zuständigen Regierungen und Behörden aufgefordert, künftig keine Ausnahmegenehmigungen für betäubungsloses Schlachten zu erteilen."</p> <h3>Hintergrund:</h3> <p>Nach dem Tierschutzgesetz dürfen warmblütige Tiere nur nach vorheriger Betäubing geschlachtet werden. Für ein Schlachten ohne Betäubung können aus religiösen Gründen jedoch Ausnahmegenehmigungen erteilt werden.</p> <p>Nach einem <a href="https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/eugh-c-336-19-rituelles-schlachten-schaechten-ohne-betaeubung-darf-verboten-werden-tierschutz/">Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 17. Dezember 2020</a> können EU-Staaten betäubungsloses Schächten verbieten.</p> <h3>Über den IBKA:</h3> <p>Im IBKA haben sich nichtreligiöse Menschen zusammengeschlossen, um die allgemeinen Menschenrechte – insbesondere die Weltanschauungsfreiheit – und die konsequente Trennung von Staat und Religion durchzusetzen. Wir treten ein für individuelle Selbstbestimmung, wollen vernunftgeleitetes Denken fördern und über die gesellschaftliche Rolle von Religion aufklären.</p> <h3>Ansprechpartner:</h3> <p>IBKA-Geschäftsstelle<br /> c/o Rainer Ponitka<br /> Limburger Str. 55<br /> 53919 Weilerswist</p> <p>Telefon: +49 (0)2251 9596960<br /> E-Mail: rainer.ponitka<span class="maili">spamschutzbitteentfernen</span>@ibka.org</p> </div> Thu, 04 Feb 2021 12:50:32 +0000 rponitka 1713 at https://ibka.org Atheisten: Kirchen nicht vom Lobbygesetz ausnehmen https://ibka.org/de/presse20/Kirchen-nicht-vom-Lobbygesetz-ausnehmen <span>Atheisten: Kirchen nicht vom Lobbygesetz ausnehmen</span> <div><a href="https://ibka.org/sites/default/files/2020-10/Grafik-PM-Lobbyregister-%C2%A9-Steffen-Pr%C3%B6%C3%9Fdorf-CC-BY-SA-4.0.jpg" title="" data-colorbox-gallery="gallery-story-1711-wDLc0ox6BZY" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{&quot;alt&quot;:&quot;Bundestag © Steffen Prößdorf, CC BY-SA 4.0&quot;}"><img src="/sites/default/files/styles/inhalt_header/public/2020-10/Grafik-PM-Lobbyregister-%C2%A9-Steffen-Pr%C3%B6%C3%9Fdorf-CC-BY-SA-4.0.jpg?h=ef2d6e95&amp;itok=5VuZPOVq" width="600" height="450" alt="Bundestag © Steffen Prößdorf, CC BY-SA 4.0" typeof="foaf:Image" /> </a> <p class="caption colorbox-caption"></p> </div> <span><span lang="" about="/de/user/9" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">rponitka</span></span> <span>Mi, 2020-10-07 21:05</span> <div> <div><a href="/de/artikel/staat-kirche.html" hreflang="de">Staat und Religion allgemein</a></div> </div> <div><a href="/de/taxonomy/term/17" hreflang="de">Pressemitteilungen</a></div> <div><p>Pressemitteilung vom 08.10.2020</p> <p>Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) kritisiert, dass die Kirchen nach den Plänen von CDU/CSU und SPD vom Lobbyregistergesetz ausgenommen werden sollen.</p> <p>Hierzu erklärt René Hartmann, Erster Vorsitzender des IBKA: "Die christlichen Kirchen gehören zu den größten Arbeitgebern und Eigentümern von Grund und Boden in Deutschland. Als solche haben sie auch spezifische Interessen, die sie durch Lobbying gegenüber der Politik wahrnehmen. Sowohl die katholische wie auch die evangelische Kirche unterhalten regelrechte Lobbybüros. Interessen gegenüber der Politik zu vertreten ist zwar legitim. Nicht zu akzeptieren ist aber, wenn die Kirchen einen privilegierten Zugang zur Politik haben, wie dies heute bereits der Fall ist. Die Kirchen von den Pflichten auszunehmen, die das Lobbyregistergesetz Verbänden auferlegt, würde die bereits existierende Privilegierung noch vergrößern."</p> <p>Der IBKA tritt für eine konsequente Trennung von Staat und Kirche ein. Eine privilegierte Behandlung gegenüber anderen gesellschaftlichen Akteuren betrachtet er als mit dieser Trennung unvereinbar. Daher fordert der IBKA, die Kirchen und Religionsgemeinschaften in die Einrichtung eines Lobbyregisters einzubeziehen.</p> <h3>Hintergrund:</h3> <p><a href="https://hpd.de/artikel/kirchenlobbyismus-ohne-kontrolle-18521">Kirchenlobbyismus ohne Kontrolle</a>  - Humanistischer Pressedienst am 30.09.2020</p> <h3>Über den IBKA:</h3> <p>Im IBKA haben sich nichtreligiöse Menschen zusammengeschlossen, um die allgemeinen Menschenrechte – insbesondere die Weltanschauungsfreiheit – und die konsequente Trennung von Staat und Religion durchzusetzen. Wir treten ein für individuelle Selbstbestimmung, wollen vernunftgeleitetes Denken fördern und über die gesellschaftliche Rolle von Religion aufklären.</p> <h3>Ansprechpartner:</h3> <p>IBKA-Geschäftsstelle<br /> c/o Rainer Ponitka<br /> Limburger Str. 55<br /> 53919 Weilerswist</p> <p>Telefon: +49 (0)2251 9596960<br /> E-Mail: rainer.ponitka<span class="maili">spamschutzbitteentfernen</span>@ibka.org</p> </div> Wed, 07 Oct 2020 19:05:33 +0000 rponitka 1711 at https://ibka.org