Atheisten fordern strikte Neutralität von der Uni Hildesheim
Pressemitteilung vom 12.03.2026
(Hildesheim) Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) in Niedersachsen fordert die Universität Hildesheim auf, an der gebotenen Neutralität einer staatlichen Einrichtung festzuhalten und weiterhin religiösen Feiern auf dem Boden der Universität eine Absage zu erteilen.
„Gespräche über Kooperationsverträge, die einseitig eine religiöse Gemeinschaft bevorzugen und die Neutralität unterlaufen, sind zu beenden“, sagt Landessprecherin Petra Bruns. Dass die Universität sich selbst durch Nutzung der Liebfrauenkirche in diese Lage gebracht, sei dabei völlig unerheblich. „Wenn Politiker wie CDU-Ortsrat Martin Bergmann Neutralität und Gleichheit als Floskeln abtun, zeigen sie nur, dass sie nicht viel verstanden haben von der weltanschaulichen Neutralität des Staates“, erklärt Bruns.
Sollte es dennoch dazu kommen, dass sich die Universität Hildesheim für weltanschauliche und religiöse Feste öffnet, meldet Bruns schon mal Bedarf an: „Eine atheistische Enttaufungsfeier oder eine Nudelmesse der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters an der Domäne Marienburg kann ich mir sehr gut vorstellen“.
Hintergrund:
Die Uni Hildesheim verweigerte zwei Pastorinnen im Park des Kulturcampus ein Tauffest abzuhalten. Nun hat der Ortsrat in einem Brief an die Uni seine Empörung ausgedrückt.
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Über den IBKA:
Im IBKA haben sich nichtreligiöse Menschen zusammengeschlossen, um die allgemeinen Menschenrechte – insbesondere die Weltanschauungsfreiheit – und die konsequente Trennung von Staat und Religion durchzusetzen. Wir treten ein für individuelle Selbstbestimmung, wollen vernunftgeleitetes Denken fördern und über die gesellschaftliche Rolle von Religion aufklären.
Ansprechpartnerin:
Petra Bruns, Landessprecherin Niedersachsen/Bremen des IBKA
Mobil: 0176 97645109
E-Mail: petra.bruns(at)ibka.org
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